Gute Ränge für einheimische Amazonen und
Reiter
30. offizielle Pferdesporttage in Frauenkirch
jl.- Die bereits zum dreissigsten Mal in Davos durchgeführten Pferdesporttage fanden wie letztes Jahr auf dem Areal der Reitsportanlage in Frauenkirch statt. Gegenüber dem Vorjahr herrschten diesmal hervorragende Wetter- und Bodenverhältnisse vor. Ausgeschrieben waren vier Seniorenprüfungen der Stufe I und II, vier Freie Prüfungen für nichtlizenzierte ReiterInnen, eine Freie Prüfung für Reiter mit und ohne Lizenz sowie je drei RI/LI respektive RII/LII-Springen für regional und national lizenzierte Amazonen und Reiter. Petra Wüst und Jacqueline Lenz sorgten dabei für zwei einheimische Siege in einer Freien Prüfung und einem Springen der Kat. RI/LI. OK-Präsident Reto Trechsel zeigte sich am Sonntagabend sehr zufrieden mit dem vergangenenen Wochenende: "Wir haben trotz weniger Anmeldungen als im Vorjahr schönen, fairen und qualitativ hochstehenden Sport erleben dürfen und sind überzeugt, dass wir diesen Grossanlass nicht zuletzt dank der Unterstützung unserer Sponsoren und Helfer auch weiterhin erfolgreich durchführen können." Die einheimische Reiterschar war auch dieses Jahr gewappnet gegen die Unterländer-Gäste, denn bereits die zweite Prüfung am Donnerstag-Nachmittag wurde von der Einheimischen Petra Wüst mit ihrem Livius von Knonau gewonnen. Sie erreichte die Bestzeit im Stechen einer Freien Prüfung mit einem Nullfehlerritt und verwies die Bereiterlehrtochter Maureen Hofer (Callista) mit gut zwei Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Der dritte Rang ging an eine weitere Davoserin, nämlich Ursina Matter mit Bingo. Ebenfalls einen Nullfehlerritt im Stechen, aber eine noch etwas längere Zeit als die Drittplazierte zeigte Nadia Fliri mit Kojak und erreichte den vierten Platz. Ursina Matter klassierte sich in den drei weiteren Freien Prüfungen mit Bingo noch je einmal im dritten, siebten und achten Rang. Beste Davoserin in der vierten Freien Prüfung vom Sonntagmorgen wurde Sabrina Sprecher mit Irco Greco mit dem viertschnellsten Nullfehlerritt. Sehr konstante Leistungen in den Freien Prüfungen zeigten Malaika Plüss mit Fleurome, Catherine Heizmann aus Klosters mit King's Baby, Gaby Walser mit Kyra sowie Thomi Stucki mit Natascha und Livius von Knonau. Die für Reiter mit und ohne Lizenz ausgeschriebene Freie Prüfung wurde von der bis vor kurzem noch in Davos wohnhaften Manuela Wieser-Zwahlen mit Excellent gewonnen. Dieses Paar siegte auch in der ersten RI/LI-Prüfung mit dem schnellsten Nullfehlerritt. Quasi einen Start-Ziel-Sieg erreichte Jacqueline Lenz mit Wendy in der zweiten RI/LI-Prüfung. Mit der Startnummer eins legte sie bereits einen Nullefehlerritt in der - wie sich bis zum Schluss herausstellen sollte - kürzesten Zeit vor und blieb damit Siegerin dieser Prüfung. Das Paar plazierte sich auch im letzten RI/LI-Springen mit einem Fehler und somit vier Strafpunkten im Stechen nochmals auf dem dritten Rang. Mit ihrem zweiten Pferd Bally Royal klassierte sich Jacqueline Lenz mit ebenfalls einem Hindernisfehler im Stechen, aber der um knapp zwei Sekunden schnelleren Zeit als mit ihrem ersten Pferd auf dem zweiten Platz hinter dem Andwiler Xaver Fäh. Er und Bruno Candrian aus Galgenen dominierten denn auch die RII/LII-Springen und machten die drei ersten Plätze meist unter sich aus. Aus einheimischer Sicht bleibt zu erwähnen, dass sich die gebürtige Davoserin Daniela Joos mit Belmondo in zwei RII/LII-Prüfungen je auf dem fünften Platz und die Einheimische Judith Lenz mit Callista je einmal auf dem siebten und elften Rang klassieren konnten. Auch die Seniorenprüfungen wurden hauptsächlich von den Gästen aus dem Unterland dominiert. Hansjörg Cavegn erreichte mit Parsival mit dem zweitschnellsten Nullfehlerritt allerdings eine sehr gute Klassierung und Ursula Lenz ritt in der gleichen Prüfung den sechsten Rang heraus. Neben all diesen sportlichen Höhepunkten fand auch das Ponyreiten vom Samstag und Sonntag grossen Anklang bei den einheimischen und auswärtigen Kindern. Die Gelegenheit, einmal ganz allein auf dem kleinen Pferd zu sitzen, wurde denn auch rege genutzt, während sich die Erwachsenen in der Festwirtschaft genüsslich verpflegen konnten.