1. OKV-Patrouillenritt in Davos

jl.- Der Start zum 1. OKV-Patrouillenritt erfolgte am Samstag, 19. Juni 1999 pünktlich um 8.00 Uhr morgens mit der ersten von insgesamt 23 Equipen beim Posten Nr. 1 auf dem Sandviereck bei der Reithalle in Frauenkirch. Dabei ging es darum, sein Pferd so rasch wie möglich über eine improvisierte, kleine Brücke treten zu lassen, unter herabhängenden, gelben Fäden durchzureiten und es an verschiedenen Gegenständen vorbeizureiten, ohne dass es eine markierte Linie übertreten durfte. Danach ging der eigentliche Ritt los Richtung Kehrichtverbrennungsanlage, wo auch schon der zweite Posten bereitstand. Hier musste ein Reiter auf seinem Pferd ein Seil schwingen; der andere Reiter musste absteigen und seilspringen. Die meisten Sprünge in einer vorgegeben Zeit erreichte die Equipe Malaika Plüss / Maureen Hofer mit insgesamt 97 Sprüngen. Der Ritt ging nun weiter über den Wildboden bis in die Mühle Sertig, wo der dritte Posten auf die Reiter wartete. Wäsche aufhängen ist bekanntlich nicht jedermanns Sache, aber an diesem Samstag konnte es jeder! Je mehr Wäschestücke mit einer Klammer versehen an der Leine hingen, desto mehr Punkte konnten erreicht werden. Weiter ging es zum Heidboden zu Posten Nr. 4, wo der Reiter seine ganze Geschicklichkeit und Treffsicherheit unter Beweis stellen konnte. Pingpong-Bälle mussten in einer Zeit von zwei Minuten vom Pferd aus in verschieden weit entfernte Kessel geworfen werden, wobei der weitest entfernte Kessel die meisten Punkte gab. Nach diesem Posten ging es weiter zur ARA Glaris, wo verschiedene Dinge rund ums Pferd in einer Kiste ertastet und erraten werden mussten. Der Ritt führte danach wieder zurück über den Heidboden in den Birchenwald, wo der sechste und zweitletzte Posten auf die Reiter wartete. Für das ganze Alphabet mussten innert zwei Minuten Wörter und Begriffe genannt werden, welche mit dem Pferd oder Pferdesport zu tun haben. Der letzte Posten war wieder auf dem Sandviereck bei der Reithalle aufgestellt und verlangte den Reitern nochmals einiges an Kondition, Geschicklichkeit und Schnelligkeit ab. Zuerst musste jedes Equipenmitglied sackhüpfen, dann auf einer Stange mit dem Pferd an der Hand balancieren, auf der falschen Seite aufs Pferd aufsteigen und durch ein "Töggeligewirr" hindurchzureiten. Nach einem Ritt von etwa dreieinhalb Stunden war wohl jeder froh, das Ziel erreicht zu haben. Die Auswertung erfolgte nach Rangpunkten; für jeden Posten wurde eine eigene Rangliste geführt, so dass diejenige Equipe, welche am wenigsten Rangpunkte aufzuweisen hatte, als Sieger ermittelt werden konnte. In der Kategorie I, bei welcher es um die OKV-Vereinswertung ging, siegten die beiden einheimischen Bereiter-Lehrtöchter Malaika Plüss und Maureen Hofer mit 9 Rangpunkten vor der Equipe vom Reitverein Glärnisch, bestehend aus Miriam Lehnherr und Nadja Schurter, mit 14 Rangpunkten und der zweiten Davoser Equipe mit Sonia Wahl und Andrea Ambühl mit 18 Rangpunkten. In der Kategorie II rangierte sich das beste einheimische Paar, Corina und Daniela Dicht, auf dem zweiten Rang hinter dem Siegerpaar Claudia Felix und Wanya Frey aus Igis und vor Renata Boxler und Andreas Saur aus Gstaad. OK-Präsident Thomi Stucki und die Mitglieder des Reitvereins können auf einen gelungenen und unfallfreien Anlass zurückblicken. Stucki ist überzeugt, dass es nächstes Jahr wieder einen Patrouillenritt in dieser Form geben wird.