Gute Beteiligung am vierten Patrouillenritt im Unterschnitt
jl.- Bei schönstem Sommerwetter fand am Samstag, 15. Juni 2002 bereits zum vierten Mal der OKV-Patrouillenritt statt. Insgesamt 27 Patrouillen gingen an den Start, was neuer Teilnehmerrekord bedeutete. OK-Präsident Thomi Stucki kann zusammen mit dem Reitverein auf ein gelungenes Fest mit viel Spass für die Teilnehmer und ihre Pferde zurückblicken.
Bei bereits sommerlichen Temperaturen um acht Uhr morgens startete die erste Zweierequipe und nahm den ersten von insgesamt sieben Posten in Angriff. Denn auch dieses Jahr haben der OK-Präsident und seine Helfer keine Mühe gescheut, interessante und teilweise recht viel Geschicklichkeit erforderliche Aufgaben an Pferd und Reiter zu stellen. Der erste Posten bei der Reithalle bereitete die Teilnehmer beispielsweise auf das kommende ca. 25 km lange Wegstück mit schmalen Passagen und geschlossenen Wegzäunen vor. Die Strecke führte dieses Jahr zum ersten Mal über Spina nach Monstein und von dort über den Forstweg zurück nach Glaris, über den Hitzenboden Richtung Lengmatta und wieder zurück zum Ausgangspunkt bei der Reithalle. Beim zweiten Posten, welcher auf Spina platziert war, mussten die Equipen 40 Ping-Pong-Bälle aus einem Eimer nehmen und diese über ein kleines Rohr in ein dafür bereit gestelltes anderes Gefäss hinunter rollen lassen. Beim dritten Posten erhielten die Pferde einen reich gedeckten Tisch mit Möhren, Äpfeln, Hafer, Bananen, Orangen und Heu vorgesetzt. Die Schwierigkeit war nun, dass der Reiter die richtige Reihenfolge voraussagen musste, in welcher sein Pferd diese Leckereien fressen würde. Manch einer staunte dabei nicht schlecht über sein Pferd! Beim "Schnüffelposten" mussten zehn verschiedene ätherische Öle nach ihrem Geschmack betitelt werden. Obwohl alle Bezeichnungen dafür zur Auswahl standen, entpuppte sich diese Aufgabe als recht schwierig. Natürlich stand auch eine Schätzfrage auf dem Programm. So mussten die Patrouillen bei Posten Nummer fünf schätzen, wie viele Meter ihre Pferde einzeln mit zehn Schritten zurücklegen. Beim vorletzten Posten auf dem Hitzenboden ging es noch um Theoriefragen rund ums Pferd, bevor das letzte Wegstück Richtung Reithalle unter die Hufe genommen werden konnte. Nach einem ungefähr vierstündigen Ritt wartete bei der Reithalle dann noch die letzte Aufgabe auf die Patrouillen: Normalerweise steigt ein Reiter von der linken Seite auf sein Pferd und auch auf dieser Seite wieder runter. Hier mussten die Teilnehmer auf der ungewohnten rechten Seite vom Pferd steigen, je ein Bein zusammen in einen Sack stecken und so zusammen mit ihren Pferden an der Hand unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer eine kurze Strecke von ungefähr 25 Metern hüpfen und am Schluss wieder von der falschen Seite auf ihre Pferde aufsteigen.
Sieger in der Kategorie II wurde die Klosterser Patrouille mit Kathrin Heizmann und Franziska Wetter. Sie hatten einen Vorsprung von acht Rangpunkten auf die Zweiten. Wie im Vorjahr klassierte sich die Patrouille mit Sidonia und Corina Dicht (Dorf) auf dem dritten Rang. Nicht weniger als elf einheimische Patrouillen klassierten sich in den ersten zwanzig der insgesamt 22 gestarteten Equipen in der Kategorie II. Die Kategorie I der OKV-Patrouillen wurde wie letztes Jahr von der Patrouille des Reitvereins Chur gewonnen. Sie hatten einen Vorsprung von 26 Punkten auf die Zweitklassierten, die einheimischen Andrea Ambühl und Nadia Fliri. Dritte wurde die Equipe des Reitvereins Starkenmühle Gais.