Grosse Begeisterung beim fünften OKV-Patrouillenritt

jl.- OK-Präsident Thomi Stucki und der Reitverein Davos haben auch bei der fünften Austragung des OKV-Patrouillenritt keine Mühen gescheut, den Teilnehmern eine optimal markierte, rund 15 Kilometer lange Patrouillenritt-Strecke und acht interessante und anspruchsvolle Posten zu präsentieren. So mussten sie auch dieses Jahr wieder viel Geschick, Nervenstärke und Wissen rund ums Pferd unter Beweis stellen. Von den insgesamt 24 gestarteten Zweier-Patrouillen - davon vier in der Kategorie "OKV" - reisten nicht weniger als 13 Equipen aus dem näheren oder fernen Unterland an. Gestartet wurde mit der ersten Patrouille um punkt acht Uhr beim Posten Nummer eins in der Reithalle in Davos Frauenkirch:
Die Teilnehmer mussten hoch zu Ross ein in der Mitte eines Kreises (Durchmesser 17 Meter) ausgerichtetes und an einem Seil befestigtes Pendel so im Gleichgewicht behalten, dass es möglichst wenig vom angebebenen Mittelpunkt abwich. Erschwerend dazu kam noch die Zeitlimite von zwei Minuten und die vorgegebene Rundenzahl. Es stellte sich heraus, dass dieser erste Posten bereits einiges Geschick, Nervenstärke und viel Gehorsam des Pferdes verlangte. Danach ging es auf die markierte Strecke, wo bald auch schon der zweite Posten auf die Teilnehmer wartete. Hier war theoretisches Wissen rund ums Pferd gefragt, bevor es weiter ging Richtung Davos Clavadel. Auf diesem Forstweg mit wunderschöner Aussicht trafen die Patrouillen auf die Posten drei und vier. Dort mussten sie einerseits verschiedene Baumstämme den richtigen Bäumen zuordnen und andererseits Gewürze an ihrem Duft und ihrem Aussehen erkennen. Weiter ging es dann für die Patrouillen hinunter nach Clavadel, wo sie nach rund zwei Dritteln der Strecke eine Zwischenverpflegung erhielten. Frisch gestärkt ging es weiter zum Posten Nummer fünf. Hier mussten Pingpongbälle aus einer mit Wasser gefüllten Wanne herausgefischt werden. Natürlich waren nicht nur Pingpongbälle dort drin, sondern noch andere Gegenstände wie Tannzapfen und Blüten, welche den "Fischern" nicht ins Netz gehen durften! Auf dem weiteren Weg Richtung Aebiwaldhütte hiess es plötzlich "Augen auf!", denn auf der folgenden Strecke von rund 150 Metern waren am Wegrand verschiedene Gegenstände verteilt, die beim sechsten Posten dann aufgezählt werden mussten. Beim zweitletzten Posten kurz vor dem Ziel mussten 15 auf einer Reihe verteilte Buchstaben so geordnet werden, dass die Buchstaben im optimalen Fall das Wort "Patrouillenritt" oder mindestens einige andere Wörter ergaben. Die Zeitlimite von zwei Minuten setzte die Patrouillen dabei zusätzlich unter Druck. Nach rund drei Stunden am Ziel bei der Reitanlage angelangt, wartete noch der letzte und wohl anspruchsvollste Posten auf die Teilnehmer: Sie mussten auf dem Dressurviereck ein "Haus bauen", indem sie die Elemente vom Ausgangsort zum Zielort durch eine eigens dafür erstellte Baustelle hindurch transportierten und das Haus am Zielort richtig aufbauten. Auch wenn die Elemente alle am Zielort vorhanden waren, stellte doch die "Architektur" einige Patrouillen vor ein kleines Problem.
Den Sieg in der Kategorie der OKV-Patrouillen holte sich wie in den Vorjahren die Equipe des Reitvereins Chur mit Flurina Ess und Katja Schneider, gefolgt von der Patrouille Marcel Schälli/Tabea Rothfuchs vom Reitverein Gais und den beiden einheimischen Equipen. In der Kategorie II siegten Doris und Andreas Mani aus Pignia vor dem Team Sandra Niederer/Monique Wagner und der besten einheimischen Equipe Nina Bless/Linda Grünenfelder.
OK-Präsident Thomi Stucki und der Reitverein Davos dürfen auf einen gelungenen, unfallfreien und von den Teilnehmern hoch gelobten Anlass zurückblicken. Sogar das Wetterglück war den Veranstaltern hold: Kaum war die Preisverteilung zu Ende, ging ein Gewitter mit viel Regen über Davos nieder.