Schlitten-Fahrturnier auf Schnee
jl.- Bereits zum 28. Mal kam am Wochenende vom 17./18.01. das traditionelle und einzigartige Schlitten-Fahrturnier auf Schnee auf der Reitsportanlage in Frauenkirch zur Austragung. Einheimische und Gäste aus dem Unterland kämpften um Siege und gute Platzierungen im Hindernisfahren wie auch in der Holzrückeprüfung. Publikumsmagnet war auch dieses Jahr das in Davos einmalige Schlittenkjöring, aber auch das neu ins Programm aufgenommene Freiberger- und Ponyrennen am Sonntagnachmittag lockte trotz bissigem Wind viele Zuschauer an.
OK-Präsident Hans Lenz schaffte es auch dieses Jahr, das Geläuf und die Piste trotz zeitweiligem heftigem Schneefall optimal zu präparieren. Die erste Prüfung am Samstagmorgen, die sogenannte Fuhrmannsprüfung für Ein- und Zweispänner, musste von den Konkurrenten denn auch in tiefstem Schneegestöber in Angriff genommen werden. Als bester Einheimischer beendete Andrea Stiffler (Dorf) diese Prüfung auf dem neunten Rang. Im elften Rang klassierte sich Hansjakob Eggenberger (Frauenkirch) und im hinteren Drittel der Rangliste sind Anita Ambühl (Glaris), Manuela Ulmann (Glaris), Georges Pleisch (Platz), Hans Lenz (Frauenkirch) und Menga Stiffler (Dorf) anzutreffen. Die Ein- und Zweispännerprüfungen mit jeweils zwei Umgängen wurden dominiert von den aus dem Unterland angereisten Konkurrenten. Die Einheimischen mussten sich jeweils einige Strafpunkte anrechnen lassen und klassierten sich bei den Einspännern auf den Rängen 14 (Hans Lenz), 15 (Manuela Ulmann) und 17 (Anita Ambühl). Jürg Marugg (Klosters) erreichte bei den Zweispännern mit 29 Strafpunkten den vierten Rang, gefolgt von Andrea Stiffler mit 32 Strafpunkten im fünften Rang. Im Punktefahren vom Sonntagmorgen ging es darum, in einer vorgeschriebenen Zeit von 180 Sekunden so viele Hindernisse wie möglich fehlerfrei zu durchfahren. Für jedes fehlerfrei durchfahrene Hindernis gab es Punkte. Mit einem Rückstand von 460 Punkten klassierte sich dabei Manuela Ulmann auf dem 13. Rang und Anita Ambühl erreichte den 23. Platz. Bereits zum dritten Mal wurde am Fahrturnier auch eine offizielle Holzrückeprüfung ausgetragen. Das "Holzrücken" erfordert viel Geschicklichkeit vom Pferdeführer, dem sogenannten Fuhrmann, und ebenso viel Gehorsam vom Pferd. An der Hand oder an der langen Leine musste der Fuhrmann sein Pferd so geschickt durch den Parcours führen, dass der etwa drei Meter lange Baumstamm, den das Pferd hinter sich nach zog, keine Hindernispfosten berührte und somit keine Strafpunkte erzielte. Erschwerend dabei war, dass die Hindernisse recht eng aufeinander folgten und der Parcours in einer Zeit von zwölf Minuten bewältigt werden musste. Genau das wurde etwa der Hälfte der Teilnehmer zum Verhängnis: Wenn der schwer gebaute Parcours nicht in der vorgeschriebenen Zeit bewältigt werden konnte, bedeutete dies die Elimination aus der Wertung. Jakob Meisser (Platz) musste sich nur ganz knapp geschlagen geben und erreichte in dieser schweren Prüfung den hervorragenden zweiten Rang, dicht gefolgt von Jürg Marugg. Es ist schon fast klar, dass sich die beiden Spezialisten Jürg und Armon Marugg im Schlittenkjöring für den Final qualifizieren würden. Doch diesmal mussten sie das erste Preisgeld mit einem geringen Rückstand von weniger als einer Sekunde an die beiden Serneuserinnen Tanja Rocco und Ladina Boner abgeben. Nicht weniger attraktiv als das Schlittenkjöring war für die Zuschauer das abschliessende Freiberger- und Ponyrennen. Bei den Freibergern siegte Manuela Ulmann knapp vor Tanja Rocco und Andrea Stiffler. Bei den Ponys waren nicht unbedingt die grössten auch die schnellsten. Joelle Juchli und Jessica Pfenninger lieferten sich ein Kopf-an-Kopfrennen, wobei Joelle Juchli knapp als Siegerin hervorging. Die beiden Rennen bildeten einen schönen Abschluss des unfallfrei verlaufenen und in sehr freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Turniers.