Wo die Kleinsten die Grössten sein können
bg. Erfolgreiches 3. Gymkhana Davos in Frauenkirch
Anlässlich des zum 3. Mal stattfindenden Davoser Gymkhanas massen sich Pferde und Ponies im sportlichen Wettstreit. Bei besten Bedingungen führte der Reitverein Davos am Samstag, 28.10.06 auf dem Areal der Reitschule im Sand das letzte Turnier seiner Saison durch. Manchmal reicht ein einfaches Kinderplanschbecken um 600 kg Pferd in helle Aufregung zu versetzen.
Dieser und anderen Herausforderungen hatten sich die Teilnehmer des 3. Gymkhana Davos vom vergangenen Samstag zu stellen. In einem Parcours waren verschiedene Aufgaben zu bewältigen wie sie im normalen Reiteraltag auch auftreten können. Getestet wurde dabei das Vertrauen und die Rittigkeit der Tiere obwohl auch von den Reitern einiges an Fingerfertigkeit verlangt wurde. So reichte es beim „Kerzenhindernis“ nicht ein brav stehendes Pferd zu haben. Wer das Seil nicht in den Haken brachte, hatte keine Chance den daran hängenden Holzblock zum nächsten Untersetzer zu transportieren. Einige Reittiere waren aber schon gar nicht zu bewegen durch das erste Hindernis, ein mit Schwimmnudeln gebildetes Tor, zu gehen.
Bloss nicht auf den Läufer treten
Zum Glück durfte eine Aufgabe nach drei erfolglosen Versuchen
abgebrochen werden. So hatten die meisten Reiterpaare doch die
Möglichkeit sich an allen Aufgaben zu versuchen. Als speziell knifflig
erwies sich dabei ein altmodischer Läufer auf dem die Tiere einige
Schritte hätten tun sollen. Während sich die einen schon gar nicht in
die Nähe des gefährlichen Dinges wagten, lösten andere das Problem mit
einem eleganten Sprung darüber. Ihren Vorteil konnten die kleinen und
wendigen Ponies im Stangenlabyrint oder im Pylonen-Slalom ausspielen.
Wobei auch hier Hektik oder unsauberes Reiten mit fallenden Stangen
oder Bällen „belohnt“ wurde. Wer es schaffte sein Pferd ruhig an den
bereitstehenden Radio zu reiten und diesen in Betrieb zu setzen, sah
sich anschliessend oft mit dem Problem konfrontiert seinen erschreckten
Gefährten wieder an den gleichen Ort zurück zu manövrieren um das
Lärmding wieder zum Schweigen zu bringen.
Hausaufgaben gefunden
Der von Maya Siebenmann fantasievoll und fair gebaute Parcours belohnte
korrektes und ruhiges Reiten und es gab wohl kaum ein Paar das darin
nicht auch seine „Hausaufgaben“ gefunden hatte. Bei vielen wird das
wohl das Stillstehen sein, egal was der Reiter oder die Reiterin im
Sattel gerade so treibt. Es zeigte sich deutlich, dass Punkte nur,
völlig unabhängig von der Grösse, mit einem zuverlässigen und
gehorsamen Partner zu machen waren.
Die gleichzeitig als Richterin amtende Parcoursbauerin fand vor der Rangierung lobende Worte für viele Paare, bemängelte aber auch, dass in Sachen Ausrüstung sehr viel im Argen liege. Falsches Schuhwerk, zu scharfe Zäumungen und auch zu grosse und schwere Reiter für ihr Pony wurden beanstandet. Da Davos in Sachen Gymkhana noch Entwicklungsland ist, beliess sie es diesmal bei einer Verwarnung machte aber klar, dass solches in Zukunft nicht mehr toleriert würde. Siegerin der Prüfung wurde Jessica Pfenninger mit ihrer kleinen Stute, Sissi, vor Jaqueline Lenz auf Fleurom und der aus Klosters angereisten Catherine Heizmann mit Flash.
Die Ranglisten sowie Impressionen finden Sie hier.